“Das ist die Zukunft. Punkt.” So legt sich Ferdinand von Schirach im aktuellen Spiegel zum neuen iPad fest. Schirach ist immerhin Rechtsanwalt und Strafverteidiger in Berlin. Was ist also dran an seiner kühnen These?

Wir bei e.Consult sind in der glücklichen Lage, uns selbst einen Eindruck von der neuesten Kreation aus dem Hause Apple machen zu können. Noch ist das Gerät in Deutschland nicht erhältlich, aber Kollege Bernd Pohl brachte zwei Exemplare von seinem Osterurlaub aus den USA mit.

Seit der Vorstellung des iPad Ende Februar war in den einschlägigen Blogs bereits jedes Detail ausgiebig diskutiert worden und so hatten wir keine übertriebenen Erwartungen, die sich dann auch bestätigten: Im Grunde genommen ist das iPad nicht mehr als ein iPod Touch, nur größer. Größeres Display, mehr Speicherplatz (in unserem Fall: 64 GB) und besserer Sound.

Kollege Dominik Bach moserte schon rum: “Kein USB-Anschluss, keine Kameras, kein UMTS, lausiges WLAN und eine lächerliche Gummihülle, die an den Taucheranzug des Sams erinnert.” Jedenfalls bei letzterem konnte ich ihm nicht widersprechen.

Heute sind wir mit dem Zug nach München gefahren und haben ein iPad mitgenommen, um ausgiebig zu testen, was man den nun damit anfangen kann in der Praxis. Als erstes haben wir uns in die WebAkte eingeloggt – und siehe da … Schirach würde wohl sagen: “Cool. Punkt.” Ein tolles Gefühl, durch die Akten mit dem Finger zu streichen. Da kann ich mir schon vorstellen, dass mancher Anwalt, der sich noch immer gegen Maus und Tastatur sträubt, zum Computerfan wird. Ich glaube, dass diese Haptik den Papier-zentrierten Juristen sehr entgegenkommt.

Bei der Veranstaltung der Kollegen Michael Friedmann und Thomas Stadler in München zum Thema Web 2.0 und Social Media Marketing für Rechtsanwälte konnte ich mir dann nicht verkneifen, das iPad in der Pause aus der Tasche zu ziehen. Jeder wollte mal anfassen und ausprobieren. Schon möglich, dass da wirklich was dran ist und das iPad die Zukunft ist – jedenfalls bei den Juristen.