Digitalisierungskompass – wie positioniere ich mich als Junganwalt erfolgreich am Markt? Selbstmarketing: Tue Gutes und rede darüber

In unserem letzten Beitrag der Minireihe „Digitalisierungskompass – wie positioniere ich mich als Junganwalt erfolgreich am Markt?“ stand die Homepage der Kanzlei im Mittelpunkt. Mit ihr ist ein essentieller Baustein in der Außenkommunikation getan.

In diesem Beitrag widmen wir uns dem Thema Selbstmarketing. Oder anders gesagt: Wie gehen Sie langfristig den Aufbau Ihres Images an, um bei Ihrer Zielgruppe bekannter zu werden? Im Idealfall zielt Ihr Selbstmarketing darauf ab, die eigene Persönlichkeit positiv zu konturieren und offensiv Ihr Unique Selling Proposition, also Ihr Alleinstellungsmerkmal, zu kommunizieren.  Denn gute Eigen-PR setzt voraus, dass man sich kennt und klar seine Stärken benennen kann.  Wer seine Stärken kennt, ist auch in der Lage, den sich hieraus ergebenden Nutzen für seine Mandanten zu formulieren.

Die Top 3 Fragen für Ihr Alleinstellungsmerkmal

Falls Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal noch nicht genau kennen, stellen Sie sich folgende Fragen, um Klarheit über Ihre besonderen Fähigkeiten zu erhalten:

  1. Wofür stehe ich: Was ist mein Markenkern, welche Eigenschaften zeichnen mich als Juristen und Menschen aus?
    Tragen Sie Ihre Stärken und Eigenschaften zusammen. Oft entsteht eine Liste mit mehreren Punkten. Überprüfen Sie, welche dieser Eigenschaften geeignet ist, Probleme Ihrer Zielgruppe zu lösen und konzentrieren Sie sich in der Kommunikation auf diese Punkte.
  2. Was unterscheidet mich eindeutig von meinen Mitbewerbern?
    Analysieren Sie die Markt- und Konkurrenzsituation. Wie positionieren sich Ihr Mitbewerben? Nach Möglichkeit streichen Sie die Merkmale, die bereits von Ihrer Konkurrenz besetzt sind von Ihrer Liste.
  3. Welchen veritablen Nutzen haben meine Mandanten, wenn sie mich beauftragen?
    Denken Sie aus der Perspektive Ihrer Mandanten. Sprechen Sie beispielsweise mit ausgewählten Kunden und Mitarbeiter und erfragen Sie welchen konkreten Nutzen Sie für die Zielgruppe erfüllen.

Am Beispiel unserer jungen Verkehrsrechtlerin, aus den vorangegangen Blogs, die sich auf Delikte mit E-Bike-Radfahren spezialisiert hat, sieht der Markenkern folgendermaßen aus: Als Juristin zeichnen sie explizite Fachkenntnisse, insbesondere im Bereich Delikte mit E-Bikes aus. Das ist ihr USP, welcher sie eindeutig von anderen Verkehrsrechtlern unterscheidet. Der Nutzen für Ihre Zielgruppe liegt auf der Hand: Aufgrund ihrer Erfahrung ist sie in der Lage, Sachverhalte schnell zu beurteilen und ihre Mandanten kompetent zu beraten.

Tipp: Versuchen Sie auch persönliche Punkte, wie besondere Fähigkeiten oder Hobbys positiv nach außen zu kommunizieren. In unserem Fall könnte die Verkehrsrechtlerin beispielsweise darüber berichten, dass sie selbst leidenschaftliche E-Bike Fahrerin ist.

Tue Gutes und rede darüber – Positionieren Sie sich als Experte

Wenn Sie sich Ihres eignen Markenkerns bewusst sind und diesen klar formuliert haben, können Sie aktiv mit Ihrer Selbstvermarktung beginnen: Werden Sie sichtbar oder hörbar! Legen Sie im Vorfeld eine Strategie fest, wie Sie sich in der Öffentlichkeit als Profi positionieren.
Hier finden Sie sechs Anregungen, wie Ihre Positionierung als Experte gelingt:

  1. Punkten Sie mit Content in Form von Textbeiträgen für Ihre eigne Homepage
    Schildern Sie eine kurze Geschichte, in welcher Sie anhand eines konkreten Falles erläutern, wie Sie Probleme einer Ihrer Mandanten gelöst haben.
  2. Positionieren Sie sich in Blogbeiträgen als Experte
    Starten Sie als Gastautor auf einem etablierten Blog, wie beispielswiese dem MKG-Web Blog, dem kostenlosen Fachinfodienst für junge Juristen.
  3.  Streuen Sie Beiträge in verschiedenen Kanälen
    Nicht nur auf Ihrer Website, sondern auch in Netzwerken, wie XING oder LinkedIn oder juristischen Expertenforen.

Sie schreiben nicht gerne? Dann versuchen Sie es mit Vorträgen, Videos oder Podcasts:

4. Treten Sie als Referent auf Veranstaltungen in die Öffentlichkeit
Halten Sie Vorträge auf Veranstaltungen Ihrer Zielgruppe. Im Beispiel unserer Verkehrsrechtlerin wäre eine Positionierung bei Radsportvereinen, dem Radfahrerbund oder ADFC denkbar.

5. Nehmen Sie kurze Videos auf und geben Sie Statements ab
Geben Sie Tipps oder informieren Sie zu der neuesten Rechtsprechung in Ihrem Fachbereich. Binden Sie die Videos in Ihre Website ein.

6. Produzieren Sie Podcasts zu aktuellen Themen
Beschreiben Sie häufig vorkommende Fälle anhand konkreter Beispiele und streuen Sie diese in Netzwerken.

Zusammengefasst zielen alle Maßnahmen auf einen Effekt:  Ihren Bekanntheitsgrad in der Zielgruppe zu steigern und ein vertrauensvolles Image in der Öffentlichkeit aufzubauen. Ihre Präsenz oder Sichtbarkeit in verschiedenen Kanälen unterstützt Sie dabei. Und haben Sie keine Scheu: Eigenmarketing ist heutzutage in jeder Profession selbstverständlich und gehört zum Geschäft.

 

2018-08-29T14:49:19+00:00

Leave A Comment

zwei × 5 =