Um die Ecke gedacht: Junge Anwälte positionieren sich am Markt Raus aus der verstaubten Kanzlei und Expertise 4.0

Junge Anwälte positionieren sich am Markt

Vor dem Hintergrund der Globalisierung und Digitalisierung eröffnen sich neue Wege. Coworking-Spaces sind zum Beispiel der Zukunftstrend für Selbstständige und Freiberufler.  Ein Trend, der sich in unterschiedlichen Berufsgruppen durchsetzt. Auch Anwälte denken inzwischen um die Ecke und verfolgen eigene, moderne Ziel – raus aus der verstaubten Kanzlei und hin zu mehr Unabhängigkeit. Die „jungen Wilden“ mit ihren eignen Erfolgsmodellen finden sich auch in der Anwaltsbranche wieder.

Junge Anwälte, die frisch aus dem Studium kommen oder im Referendariat sind, stehen vor den Fragen: Wie sieht der zukünftige Markt und der Anwaltsberuf von morgen aus? Welche Neuerungen kommen im Zuge von Legal Tech auf den Markt und setzen sich durch?

Tipps für junge Anwälte

Zwei Mal im Jahr bringt der Deutsche Anwaltverein das Anwaltsblatt Karriere für Studierende und Referendare raus. Das Vorwort des Präsidenten des Deutschen Anwaltsvereins Ulrich Schellenberg in der aktuellen Ausgabe stellt die Frage „Bereit für die Zukunft!?“. Deutlich wird die Unsicherheit, die viele junge Anwälte umtreibt. Sein Tipp: „Die Anwaltschaft muss lernen und sich anpassen: Wichtiger denn je ist es, sich nach dem Berufseinstieg zu spezialisieren und sich so seinen eigenen Anwaltsmarkt zu erschließen.“1

Wie dies funktionieren kann, stellen drei Rechtsanwälte vor, die sich als Einzelspezialisten auf dem Markt weg vom Mainstream und Konventionen positioniert haben. In dem Bericht „Innovation und Evolution – Expertise macht abhängig – wie sich Einzelanwälte als Spezialisten die Nische in der Nische suchen“2 von Martin Dommer erzählen sie von ihren Praxiserfahrungen. Ihre Meinungen zu Trends und Chancen von erfolgreichen Geschäftsmodellen sollen beispielhaft junge Anwälte motivieren, um die Ecke zu denken und ihre Position in der Branche zu finden. Mutig, offen und digital sind ihre Erfolgsmodelle. Was haben sie gemeinsam? Drei Punkte zeigen Ihre Strategie: praxisnahes Spezialwissen, eine schlanke Kanzlei und die Orientierung am Mandanten.

Punkt 1: praxisnahes Spezialwissen

Michael Bauer‘s Laufbahn als erfolgreicher Anwalt ist nicht 08/15. Er studiert Jura berufsbegleitend. Sein Geld verdient er während dieser Zeit mit Taxi fahren. Seinen Schwerpunkt auf das Verkehrsrecht zu legen, liegt nahe: zu seiner Kundschaft zählen bis dato Taxi-Unternehmer. Als Taxifahrer hat er eine Vielzahl an unterschiedlichen Personen getroffen, was ihm in seinem jetzigen Beruf von Vorteil ist.

„Die Nische in der Nische suchen“ ist wichtig, um sich am Markt behaupten zu können. Experte in einem bestimmten Gebiet zu sein, ist der zentrale Punkt: „Ich bin da als Einzelanwalt erfolgreich, weil ich hochgradig spezialisiert bin“3, betont Stefan von Raumer.

Punkt 2: schlanke Kanzlei

Die Kanzleien der vorgestellten Rechtsanwälte sind allesamt minimalistisch. Das bedeutet, dass sie unter anderem Kosten einsparen können: Den Telefondienst und die Sekretariatsarbeiten übernehmen externe Dienstleister oder Studenten. Und David Stader geht noch einen Schritt weiter: Seine Räumlichkeiten vermietet er, beispielweise Gemeinschaftsräume für Meetings und Konferenzen. Inklusive ist hier auch die Technik und die Reinigung. Eine Win-to-Win-Situation für alle Beteiligte.

Personal einzusparen bedeutet weiter, Arbeitsprozesse zu optimieren und zu digitalisieren. Eine durchdachte IT und moderne Software bringen alle drei Interviewten zudem eine hohe Flexibilität. Die Arbeitsumgebung wird zunehmend ortsunabhängiger.

Punkt 3: Orientierung am Mandanten

Das Internet ist für die Akquise von Mandanten, neben der Weiterempfehlung, das Medium: Der eigene Internetauftritt spielt eine wichtige Rolle. Dieser darf aber nicht dem Baukastenprinzip entsprechen und gewöhnlich sein. Die Positionierung am Markt und die Spezialisierung auf ein Rechtsgebiet ist wichtig, dies muss auch auf der Webseite deutlich werden. Die Texte und die Gestaltung nehmen hier die Anwälte stets selbst in die Hand. David Stader wagt zudem ein neues Experiment: Er produziert eigene Youtube-Videos und verbreitet diese auf seinem eigenen Kanal. Sein Expertenwissen kann er weitergeben und Aufmerksamkeit erzielen.

Junge Anwälte: Wie können die digitalen Wege aussehen?

Erfolgsgeschichten zu lesen, ist meist inspirierend. Doch stellt sich gerade beim Berufseinsteigern die Frage, die häufig mit einer Unsicherheit verbunden ist: „Wie kann ich beruflich erfolgreich sein?“ Es heißt immer die Digitalisierung bringt so viele Vorteile mit sich, die Digitalisierung wird den Anwaltsmarkt in Zukunft verändern.

Aus abstrakten Ideen konkrete Lösungen zu finden und umzusetzen, ist die Mission der e.Consult AG. Jungen Anwälten stehen die Berater zur Seite. Gemeinsam entwickeln sie mit den „jungen Wilden“ Konzepte, die digitale Wege gehen wollen. Die Mandantenorientierung und die Beschleunigung von Arbeitsprozessen sind dabei die Kernthemen der digitalen Lösungen für eine erfolgreiche Zukunft. Über 13.000 Kanzleien hat die e.Consult AG bereits auf dem Weg der Digitalisierung und Businessbeschleunigung unterstützt.

Kontakt für junge Anwälte

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Die aktuelle Ausgabe des Anwaltsblatts Karriere können Sie hier herunterladen.

1 Schellenberg, Ulrich: Bereit für die Zukunft!? in Anwaltsblatt für Karriere, 1/2018, S. 3
2 Dommer, Martin: Innovation und Evolution, Expertise macht unabhängig – wie sich Einzelanwälte als Spezialisten die Nische in der Nische suchen” in Anwaltsblatt für Karriere, 1/2018, S. 28-31
3 ebd., S. 31
2018-06-28T09:55:32+00:00

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